09.08.2011 | Ostsee Zeitung

Justus Frantz und seine „Philharmonie der Nationen“ begeistern in Stolpe musikalisch – und schauspielerisch

Festspiele Mecklenburg-Vorpommern 2011 - „ […] ein Orchester, das mit seinen vielen Vorzügen nicht geizte, als da wären: noble, ausgefeilte Klangkultur, bestechende Präzision im Zusammenspiel, scheinbar spielerische Leichtigkeit des Agierens und eine Ausdruckspalette von beeindruckender Vielseitigkeit. Hier hat Frantz langjährig beste Arbeit geleistet und mit derart geprägten interpretatorischen Qualitäten die drei Beethoven-Werke in Stolpe vor plakativem Gehabe bewahrt. Neue Bahnen hat er zwar nicht beschritten, aber mit ungemein differenziertem Spiel das Machbare sehr hörenswert und mit stringenter Direktheit erlebnisstark ausgelotet; in den langsamen Sätzen von fast brucknerscher Tiefe, im Scherzo der Sinfonie geradezu mendelssohnisch schwerlos, in den schnellen von inspirierendem Schwung. Dafür gab es viel Beifall [...]“

Ostsee Zeitung, 09.08.2011, Ekkehard Ochs