Justus Frantz wird Chefdirigent des „Israel Sinfonietta“

Justus Frantz wird Chefdirigent des „Israel Sinfonietta“

HAMBURG / BE‘ER SCHEVA (inn) – Der frühere Intendant und Gründer des „Schleswig-Holstein Musikfestivals (SHMF)“, Justus Frantz, wird neuer Chefdirigent des israelischen Orchesters „Israel Sinfonietta Be‘er Scheva“. Der Musiker ist damit der erste nicht-jüdische deutsche Künstler, der dieses Amt übernimmt.

Am Montag unterzeichneten der Generalintendant des staatlichen Orchesters, Ofer Sela, und Frantz den Vertrag auf Gran Canaria. Mitglied im Berufungsgremium sei auch der israelische Staatspräsident Schimon Peres, berichtet das Magazin „Focus“ auf seiner Online-Seite. Ein Sprecher von Frantz habe mitgeteilt, dass der Dirigent das Amt für drei Jahre inne hat. Ein Kuratorium aus Musikern, Politikern und Wirtschaftsfachleuten hatte den 68-Jährigen zum neuen Chefdirigenten gewählt. Jedes Jahr werde Frantz das Orchester für 15 Wochen dirigieren und weltweit damit auf Tournee sein, schreibt die Wochenzeitung „Jüdische Allgemeine“.

Das „Israel Sinfonietta“ wurde 1973 gegründet und führte seitdem viele sinfonische Chorwerke auf, darunter Händels „Israel in Ägypten“, Messen von Schubert und Mozart, Rossinis „Stabat Mater“ und Vivaldis „Gloria“. Bekannte Solisten wie Pinchas Zuckerman, Jean-Pierre Rampal oder Shlomo Mintz wirkten bei den Aufführungen mit.

Der Pianist und Dirigent Justus Frantz wurde 1944 in Hohensalza geboren und gründete neben dem SHMF auch die „Philharmonie der Nationen“, die sich aus jungen Musikern verschiedener Länder zusammensetzt. Bekannt ist Frantz außerdem durch die Fernsehsendung „Achtung Klassik!“ im ZDF, die mit mehreren Fernsehpreisen ausgezeichnet wurde.

Der Gründer und frühere Intendant des Schleswig-Holstein Musik Festivals, Justus Frantz, wird Chefdirigent des israelischen Orchesters Sinfonietta Beer Sheva.

Ein Kuratorium aus führenden Musikern, Politikern und Wirtschaftsfachleuten habe den 68-Jährigen für drei Jahre in diese Position gewählt, teilte ein Sprecher von Frantz am Dienstag mit. Zum Berufungsgremium gehöre auch Israels Staatspräsident Schimon Peres. Ein entsprechender Vertrag sei am Montag vom Generalintendanten des staatlichen Orchesters, Ofer Sela, und Frantz auf Gran Canaria unterzeichnet worden. Frantz sei der erste nicht-jüdische deutsche Künstler, der ein so wichtiges und offizielles Amt in Israel übernehme, hieß es.