FINCA FESTIVAL 

"Frantz & Friends"

2021

 Wer in entspannter und fast privater Atmosphäre bei moderaten sommerlichen Temperaturen unter subtropischem Sternenhimmel die Künstler der Zukunft kennen lernen will, der darf das Finca Festival "Frantz & Friends" 2021 nicht versäumen:

Demnächst finden Sie hier alle Informationen zum kommenden Finca Festival.


The finca festival in Spain celebrates every year of music making in a breathtaking venue of canary islands founded by Professor Justus Frantz, legendary Pianist, conductor, musician and his friends as Leonard Bernstein, Yehudi Menuhin and Christoph Eschenbach. One of the most prestigious venues for summer music festivals, this year's finca festival will showcase rising stars of the piano of the next generation, top prizewinners from the most important international piano competitions performing recital.

THE FINCA FESTIVAL IN SPAIN CELEBRATES EVERY YEAR OF MUSIC MAKING IN A BREATHTAKING VENUE OF THE CANARY ISLANDS FOUNDED BY PROFESSOR JUSTUS FRANTZ, LEGENDARY PIANIST, CONDUCTOR, MUSICIAN AND HIS FRIENDS AS LEONARD BERNSTEIN, YEHUDI MENUHIN AND CHRISTOPH ESCHENBACH. ONE OF THE MOST PRESTIGIOUS VENUES FOR SUMMER MUSIC FESTIVALS, THIS YEAR'S FINCA FESTIVAL WILL SHOWCASE RISING STARS OF THE PIANO OF THE NEXT GENERATION, TOP PRIZEWINNERS FROM THE MOST IMPORTANT INTERNATIONAL PIANO COMPETITIONS PERFORMING IN RECITAL.

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© Martin D'Costa / dschungelfilm

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Gedanken und Erinnerungen zum Festival 2005

Leonard Bernstein auf der Finca Justus Frantz in Monte León, Gran Canaria


Leonard Bernstein war 1971 zum ersten Mal auf meiner Finca zu Besuch.

Er hatte anstrengende Konzerte mit den New Yorker Philharmonikern hinter sich und wollte sich bei uns erholen. Christoph Eschenbach und ich holten ihn am Flughafen ab und sofort war eine inspirierte, wunderbare Atmosphäre, wo immer er sich befand.


Er setzte sich gleich an den Flügel, und spielte mehrere Stunden aus dem Rosenkavalier - und das war eigentlich erst der Vorgeschmack. Nicht nur, dass er Hofmannsthals Libretto auswendig konnte. Kaum kann man sich eine inspiriertere Vorstellung des Rosenkavaliers mit allen Rollen vorstellen, als eben seine Vorführung, seine "Einmannshow" am Klavier.

Wir waren hingerissen und entzückt und warteten nur auf die nächste Gelegenheit, dass er uns wieder mit jedem Thema, was ihn interessierte, umfassend lehrte. Er war eine Art - wie er selber sagte - Rabbi. Das Laubhüttenfest musste gefeiert werden. Er ging durch den Garten und segnete die Pflanzen, dahinter ging der Gärtner, der sich bekreuzigte und schließlich ein paar Mitglieder unseres Hauses, die ihm folgten.


Seine Lebensfreude füllte unser Haus. Ob es Lieder der spanischen Revolution waren oder die wichtigsten Motive der Sinfonien Schostakowitschs, ob es seine Erlebnisse mit Maria Callas waren oder seine Begegnungen mit John F. Kennedy; seine umfassenden Kenntnisse über die Popmusik der 60er Jahre, genau so wie die Sinfonien von Nielsen - jeder Tag war erfüllt mit Neuem und Außergewöhnlichem. Dass er dabei auch noch in der Küche nach einer fantastischen Paella mit unserer Köchin Maria Flamenco tanzte, das waren noch die kleinen und immerzu überraschenden Momente, die uns begeisterten.


Ich habe in meinem Leben viele Menschen kennen gelernt, die genial begabt waren, aber die vielleicht genialste Begabung war Leonard Bernstein.

Er selber war von dem Anwesen in Gran Canaria so begeistert, dass er in den nächsten zwei Jahrzehnten sehr oft dort Zeit verbrachte und auch sehr vieles zu Papier brachte. Kleine Stücke wie Klavierstücke zu vier Händen für Christoph Eschenbach und mich, genau so wie Skizzen zu Halil, dieser wunderbaren Musik für Flöten, Schlagzeug und Streicher, an deren Skizzierung ich mich noch sehr genau erinnere. Aus diesem Grund wollten wir damit auch in diesem Jahr das Finca Festival beginnen.

Dass er hier seine Norton Lectures für die Harward University schrieb, alles das war fantastisch und beeindruckend. Die Kreativität dieses Mannes lähmte nicht, sondern löste in uns allen enorme Impulse aus, ebenfalls tätig zu werden, Klavier zu spielen, zu musizieren, Gedanken zu Papier zu bringen - es war eine herrliche Zeit, und deswegen habe ich in diesem Jahr auch zwei wichtige Stücke von ihm zur Aufführung gebracht, Halil und seine Serenade sowie sein Stück zu vier Händen mit Louiza Borac 'For two Angels'.

Leonard Bernstein fühlte sich auf der Finca unglaublich wohl, nur manchmal stöhnte er und sagte: Die Zeit auf der Finca würde in der Stille und Einsamkeit, ohne Zeitungen, Radio und Fernsehen fast stehen bleiben. Das würde seinen Zeitplan manchmal durcheinander bringen.

Immer, wenn ich auf die Finca komme, gehen meine Gedanken zurück zu Leonard Bernstein - eine Zeit, die keineswegs verblasst, sondern die sich immer stärker wiederzufinden scheint.